Feldtag des Netzwerk Moor in Wallen
- Wiebke Frank

- 27. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. Juni

Am 27. Mai 2026 nahm Mitglieder des Projektes „Unsere MoorZukunft Oldenburger Graben“ am ersten Feldtag des Netzwerk Moor der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein auf den Versuchsflächen des Projektes KliG Moor in Wallen teil. Ziel der Veranstaltung war es, die laufenden Versuche auf Praxisgrünland vorzustellen und den Austausch zwischen Landwirtschaft, Wissenschaft, Beratung und weiteren Interessierten zu fördern.
Im Mittelpunkt standen die Versuchsflächen des Projektes KliG Moor, auf denen untersucht wird, wie sich unterschiedliche Wasserstände und Bewirtschaftungsformen auf Moorgrünland auswirken. Dabei sollen unter anderem Fragen zur Futterproduktion, Futterqualität, Wirtschaftlichkeit und zu möglichen Verwertungsalternativen beantwortet werden. Da sich der Versuch noch im ersten Jahr befindet, lagen zum Zeitpunkt des Feldtages noch keine Ergebnisse vor. Die Versuchsanlage und die wissenschaftlichen Fragestellungen wurden jedoch ausführlich vorgestellt und erläutert.
Besonders spannend war der intensive Austausch zwischen den unterschiedlichen Akteuren. Neben Landwirtinnen und Landwirten waren Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Beratung sowie Unternehmen und Interessierte aus der Industrie vor Ort, die sich mit der zukünftigen Nutzung von Paludibiomasse beschäftigen. Schnell wurde deutlich, dass die Frage der Verwertung und Vermarktung der auf nassen Moorflächen erzeugten Biomasse eine zentrale Rolle für die zukünftige Entwicklung der Moorregionen spielt.
Vertreter der naheliegenden Klimafarm zeigten auf das derzeit an unterschiedlichen Absatzwegen und Nutzungsmöglichkeiten gearbeitet wird. Von Baustoffen über Substrate bis hin zu weiteren innovativen Anwendungen wird an zahlreichen Stellen geforscht und entwickelt. Gleichzeitig zeigte sich, dass viele Fragestellungen noch offen sind und die Akteure gemeinsam nach praktikablen Lösungen suchen.
Die Diskussionen machten deutlich, wie wichtig Demonstrationsvorhaben und Praxisversuche sind, um Erfahrungen zu sammeln und neue Ansätze unter realen Bedingungen zu erproben. Ebenso wurde sichtbar, dass die Entwicklung tragfähiger Wertschöpfungsketten nur gelingen kann, wenn Landwirtschaft, Wissenschaft, Politik und potenzielle Abnehmer gemeinsam an Lösungen arbeiten.
Der Feldtag hat einmal mehr gezeigt, dass die Transformation von Moorregionen nicht durch einzelne Akteure allein gelingen kann. Erfolgreiche Lösungen entstehen dort, wo Erfahrungen geteilt, Ideen diskutiert und neue Wege gemeinsam entwickelt werden. Genau dieser Austausch und das gegenseitige Lernen sind wichtige Bausteine für die zukünftige Arbeit im Projekt „Unsere MoorZukunft Oldenburger Graben“.


